Aurora van Hamsterdamm

Aurora kam als winzig kleines Baby Mitte September 2008 zu uns. Sie war von Anfang an eine selbstbewusste Seele mit einem riesigen Ego und noch mehr Selbstvertrauen. Schnell hat sich herausgestellt, dass das vermeindliche Mädchen eigentlich ein Bursch war, aber das Verhalten deutete irgendwie einfach auf eine kleine Zicke hin und wir hatten uns schon so an “sie” gewöhnt, daher bleib sie eine Aurora, nur halt mit Hoden ;)

Aurora hat uns immer ganz genau gezeigt, was sie wollte und dass sie gundprinzipiell mal überhaupt keine Geduld aufwies. Wir hatten sofort zu springen, wenn sie was wollte und das taten wir irgendwie auch immer ;) Bei so einem Charaktertier hatten wir auch gar keine andere Möglichkeit. ;)  Doch dafür belohnte sie uns mit so vielen lustigen und schönen Momenten, die so oft unser Herz berührten, dass trotz ihres wirklich anstrengenden Wesens nur Liebe in unseren Herzen für sie war…

Aurora war nahezu ihr ganzes Leben gesund, gelegentlich ein kleines Gerstenkorn, das aber so schnell, wie es auftauchte auch schon wieder verschwand. Gegen ihren 2. Geburtstag rum bekam sie langsam den blinden Fleck auf einem Auge, im Laufe der Zeit erblindete sie komplett. Doch dank ihrer anderen Sinne merkte man dies kaum, sie agierte weiter, wie eh und je, vielleicht ein klein wenig aggressiver ;) Die letzten Monate und vorallem Wochen aber begann das Alter sie einzuholen: Sie wurde taub, konnte nicht mehr richtig gehen, bekam einen Tumor, konnte ihre Backe nicht mehr alleine leeren, ihre Duftdrüse nicht mehr reinigen und ihr anderes Auge nicht mehr schließen und putzen, weswegen wir das zusätzlich zum Krallenschneiden für sie übernehmen mussten. Doch so, wie sie ihr ganzes Leben schon war, war sie auch gegen Ende: Sie wollte einfach nicht gehen. So manches Tier hätte sich in dem Zustand wahrscheinlich gedacht, dass es an der Zeit wäre, nun ins Regenbogenland zu gehen, aber Aurora wollte sich nicht einmal vom Tod etwas sagen lassen. Und so war uns klar, dass wir für sie die Entscheidung fällen und ihr beim Übertritt helfen müssten. Am Freitag, den 30.09.2011 ging es ihr schon so mies, sie trank Unmengen an Wasser und konnte ja bereits seit einiger Zeit keine ordentliche Nahrung mehr zu sich nehmen, sodass wir sie zum TA brachten, wo sie sanft einschlafen durfte…

Seelen, wie Aurora, trifft man nur selten, so charakterlich gestärkte Wesen, die vor Selbstbewusstsein und Stolz nur so strotzen… Ich bin so froh, dass wir sie bei uns beherrbergen durften und dass wir das Glück und die Ehre hatten, so viel Zeit mit ihr verbringen zu dürfen. Sie wird als eine der selbstbewusstesten Seelen, die wir je kennenlernen durften, unvergessen in unseren Herzen bleiben…