Pascal van Hamsterdamm

Pascal van Hamsterdamm Herbst 2010 – 08.04.2012

 

Ich hab jetzt 4 Mal ansetzen müssen, bis ich es geschafft hab, diesen Beitrag hier zu verfassen…

Mein süßer kleiner Pascal, der Popositzer, hat uns am Ostersonntag verlassen…

Pascal kam zu Weihnachten 2010 zu uns und war als kleiner Schokohamsti ein richtiges Weihnachtsgeschenk. Er hat sich sofort eingelebt und war ein sehr kontaktfreundlicher und menschenbezogener Hamsti. Jeden Abend verlangte er seine Kuscheleinheiten mit uns und wollte auf uns herum krabbeln.
Auslauf hat er leider gar nicht gern gehabt, das war alles viel zu aufregend für ihn. Nach 2 Versuchen haben wirs gelassen und seither bekam er nur auf uns Auslauf.
Im Februar 2011 zog er dann in unseren größten Eigenbau, zwar hatten wir zuerst ein wenig Angst, ob er die große Fläche packen würde, aber wie schon so oft hat er uns überrascht und sich ganz schnell mit der Größe abgefunden. Wir waren sooo stolz auf unseren Schokihamsti.
Apropos, Pascal wurde er nur selten genannt, der Name “Schokihamsti” hat sich irgendwie eingebürgert und war neben “Popopups” der häufigste Rufname
In den nächsten Monaten ist Pascal da oben in seinem großen Eigenbau beihnahe verwildert  :Augen Rollen:  Mit Licht hatte er immer schon Probleme und so kam es, dass er immer später aufstand, bis wir ihn nur noch gegen 2-3 Uhr nachts sahen und das auch nur unter Rotlicht. Er wurde wirklich zu einem wilden Hamsti.

Trotzdem hat er sich bei jeder Begegnung sofort auf den Popsch gesetzt und seinen Mehlwurm, die er nur von der Hand bekam, entgegengenommen.
Anfang März ging alles dann ganz schnell. Pascal bekam einen Buckel und seine Hinterbeinchen wurden steif. Er nahm immer mehr ab, seine Nägel wurden immer länger und er wurde sehr wählerisch mit dem Futter. Beim TA-Besuch kam aber heraus, dass ihm an sich nichts fehlte, seine Zähne und Backen waren in Ordnung, er wurde halt einfach “nur” alt. In den darauffolgenden 4 Wochen ging alles total rasant. Von Tag zu Tag konnten wir ihm beim Älterwerden zusehen. Letzten Donnerstag wollte er dann nur noch wenig von seinem heißgeliebten Gemüse essen, Freitags nur 2-3 Würmchen, obwohl er die doch sonst so liebte… In der Nacht von Sonntag auf Montag hat er sich dann sein Essen gar nicht mehr geholt und wir wussten es irgendwie schon. Als wir dann nachgesehen haben, fanden wir ihn für immer eingeschlafen in seinem Nest vor… Diese Art wünschen wir uns immer für alle unsere Lieblinge und er durfte einfach einschlafen…

Pascal war ein so unglaublich lebensfroher Hamster, er hat seine Situation einfach angenommen und sich seines Lebens erfreut. Er hat mit seiner Art einfach gezeigt, wie schön das Leben sein kann und dass man sich nicht am Negativen festkrallen soll – man soll einfach das genießen, was man hat und das beste daraus machen. Vielleicht mag es ein wenig merkwürdig klingen, aber er hat, wenn auch nicht bewusst, eine Lebenseinstellung “gelebt”, wie wir es ihm eigentlich nachmachen sollten…

Mein süßer kleiner Schokihamsti, ich danke dir aus tiefstem Herzen für die Zeit, die du mit uns verbracht hast. Dein Fehlen reißt ein riesengroßes Loch in unsere Herzen, aber um nichts auf der Welt würde ich auf das verzichten wollen, wenn das bedeuten würde, dass wir dich nicht kennenlernen hätten können. Du warst ein so unglaublich bezaubernder Charakter mit Liebe und Spaß. Es war mir eine Ehre und Freude, dich bei uns gehabt zu haben. Vielen vielen vielen Dank!