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Die Sache mit der Bauchdrüse

Zwerghamster besitzen eine Bauchdrüse, die wie der Name schon verrät, am Bauch liegt und ihnen zum Markieren ihres Territoriums, aber auch Futter und Co. dient. Ab und zu kann diese verstopfen, wie es bei uns schon mal bei Aurora , Philippe und Rémi geschehen ist, dann muss der Mensch bei der Reinigung helfen. Wenn dies nicht geschieht, kann sich die Bauchdrüse ob dieser Umfangvermehrung schon mal entzünden. Wenn dies aber auch nicht entdeckt wird, weil Hamster eben Fluchttiere sind und besonders Robos sich und im speziellen ihren Bauch nur seltenst freiwillig zeigen, kann die Entzündung ausarten. Das ist bei Yoki geschehen. An seinem Einzugtag Ende April fiel uns sein etwas humpelnder Gang auf, also haben wir ihn umgedreht und das dabei entdeckt: Er hat sich sein Geschwür bereits blutig gebissen, die Stelle war ca. 2€ groß und bereits zum Teil nekrotisch.

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Also schnell zum Tierarzt, der behandelte ihn und wir mussten die nächsten Tage die Kruste mehrmals täglich aufweichen und langsam loslösen. Das war eine ziemlich eklige und blutige Angelegenheit, aber Yoki hat alles ganz brav über sich ergehen lassen. So sah es dann unter der Kruste aus.

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Danach galt es, dieses Geschwür in Griff zu bekommen, vor allem den entzündeten Teil, was leider nicht so einfach war, immerhin schien sein ganzer kleiner Körper bereits darunter zu leiden. Nach geschlagenen 2 Monaten sah die Veränderung dann so aus und wir konnten endlich eine operative Entfernung der Bauchdrüse in Angriff nehmen.

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Am 3.7. wurde ihm also die Bauchdrüse in einer OP entfernt und er war bereits munter und fidel, als wir ihn wieder zu uns holten. Im Moment sieht er so aus.

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Dass 7 Nähte in den kleinen Robo passen , hätte ich selbst nicht geglaubt, aber es passt alles ;) Ich freu mich schon, wenn er endlich seinen Leidensweg hinter sich lassen kann und endlich wieder nur Hamster sein kann ;)

 

 

Izzys Nahtvergleich

Als Lady Izabell im Sommer das Stück Stoff gefressen hatte und daraufhin notoperiert wurde, war die Naht dementsprechnend ziemlich groß…
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Im Vergleich dazu war ihre Kastrationsnaht Anfang Dezember richtig winzig ;)
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Lord Azrael

Da heißts immer, ich schlepp die Tierchen an, aber als ich aus meinem Urlaub zurückkam, hat Stefan dieses Mal ein Tierchen angeschleppt ;) Es handelt sich um einen blinden Kater mit Ataxie. Durch Princess kennen wir uns ja ohnedies schon gut mit der Thematik aus, also wurde er erstmals gesundgepflegt, hochgepäppelt und jetzt auch mal kastriert. Nach einem Monat mit dem Buben haben wir bemerkt, dass er eigentlich ein sehr unauffälliger kleiner Mann ist, der sich super in unser kleines Grüppchen integriert hat und erstaunlicherweise wesentlich weniger Arbeit macht,a ls wir zunächst vermuteten. Naja, und unser Herz hat er auch schon gestohlen, also was solls ;) er bleibt bei uns ;)

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Ende der Stoffgeschichte

Lang hats gedauert, aber endlich haben wir alles überstanden. Letzte Woche waren wir zur Nahtentfernung, Izzy war die ganze Wartezeit beim TA nur in Schmuse- und Kuschelstimmung. Der TA-Besuch hat ihr schon gar nichts mehr ausgemacht ;) Jetzt kann ich nur hoffen, dass ihr das alles eine Lehre war und sie nie wieder so einen Blödsinn veranstaltet… Mal abgesehen davon, dass sie echt in großer Gefahr war und mich das ganze Prozedere über 700€ gekostet hat, hab ich auch die letzten beiden Urlaubswochen damit verbracht, sie zunächst stündlich, dann alle 2,5-3,5 Stunden zu füttern… Wie die Nächte da für mich waren, brauch ich glaub ich nicht zu erwähnen ;)

Tag 11 nach Izzys Not-OP

So, wieder eine Woche ins Land gegangen.
Izzy gehts sehr gut, sie lässt die Naht jetzt brav in Ruhe und ist quietschfidel.
Für meinen Geschmack wahrscheinlich sogar ein bisschen zu happy, die kleine Rotzrübe flitzt den ganzen Tag mit Mary und Princess durch die Wohnung… kein Funken von “Schonung”

Wir sind durchschnittlich auf einem 3Stunden-Rythmus bei der Fütterung, wobei wir jetzt auch schon durchschlafen dürfen, wobei sie da ja dann gut 8 Stunden kein Futter bekommt.
Wegen der kleinen Fütterungen ist sie nun ziemlich zierlich, aber laut TA ist das in Ordnung, das wird sie im Nu wieder aufholen ;)

Am Montag sind wir Nähte entfernen und dann dürfen wir langsam aber sicher den Magen wieder ein wenig mit immer größeren Portionen dehnen. Wird zwar noch etwas dauern, bis wir wieder im normalen Fütterungsmodus sind, aber wir gehen schon mal in die richtige Richtung ;)

Izzy und ihre Naht

Die erste Nacht und den ersten Vormittag war die Kleine ja noch richtig brav, aber seit gestern Mittag geht es ihr wieder blendend! Und seither lässt sie ihre Naht auch nciht in Ruhe! GsD war meine Schwester da und hat bei ihr den Babysitter gespielt, damit ich endlich mal wieder seit Tagen ein wenig Wohnung aufräumen und Hausarbeit erledigen konnte. Denn die Kleine kann man echt keine 5 Minuten alleine lassen!

Noch sehen die 9 Nähte ganz gut aus, ich hoffe, das bleibt auch so…

Da sie aber dann abends so schlimm war und gar nicht mehr zu bändigen hat sie phasenweise einen Trichter aufgesetzt bekommen… den findet sie ganz doof und meist legt sie sich dann schmollend zur Ruhe ;)

Und weils ja ach so lustig ist, gehts jetzt auch gleich wieder zum TA, da müssma natürlich jetzt regelmäßig hin. Neben Kontrolle wird sie dort auch gelasert, das soll die Wundheilung beschleunigen und den Juckreiz bzw. den Schmerz ein wenig lindern…

Essen kann sie übrigens schon, alle 1-2 Stunden bekommt sie einen Teelöffel Brei. ;) Gestern abend den ersten und seit heute Mittag alle 1-2 Stunden wieder ein Teelöfferl ;) Und endlich hat sie auch wieder Hunger und Appetit ;)

Die Stoffsache Teil 2

Also nachdem es Izzy schlechter gegangen ist, war ich Montag beim Tierarzt. Auch wenn es sehr unwahrscheinlich klang und wir alle ein wenig an der Stoffsache zweifelten, war am Röntgen doch zu sehen, dass sie eine Verstopfung genau beim Übergang von Magen zum Darm hatte. Daher hatte sie auch noch immer ihr Frühstück unverdaut im Magen liegen, obwohl es schon später Nachmittag war. Wahrscheinlich hatte die sonst so verfressene Laus deswegen auch den ganzen Tag über keinen Hunger.

Sie bekam dann ein Kontrastmittel zum Schlucken und es wurde vereinbart, sie am nächsten Morgen erneut zu röntgen, dann könne man sehen, wie der Verlauf genau sei. Inseheim hofften wir ja immer noch, dass sie die Verstopfung auf natürlichem Wegen wieder ausscheiden würde, entweder vorn oder hinten ;)

Abends ging es ihr dann aber schlechter, sie war lethargisch müde und lag 2 Stunden nur am selben Fleck. Angreifen hat sie sich nicht lassen, es schien ihr einfach alles weh zu tun. Daher hab ich dann den TA am Notfallhandy angerufen und nach einer halben Stunde sollte ich nochmal in die Praxis kommen. Nach einem erneuten Röntgen, wo zu sehen war, dass sie nun überhaupt gar keinen Durchgang mehr hatte, sprich das Kontrastmittel nicht mehr in dn Darm kommen konnte, wurde mir gesagt, sie müsse jetzt gleich operiert werden…

Um 1:30 durfte ich sie endlich abholen kommen und die restlihe Nacht war eh relativ ruhig. Heut vormittag müssma trotzdem wieder zum Arzt, alles anschauen lassen ;)

Übrigens nach der OP war meine erste Frage: “war es wirklich das Stoffstück?”

“Ja, es war wirklich das Stoffstück”

 

Abenteuer Katzenkastration

In der Regel nehm ich mir ja lieber “fertige” Katzen, wie ich sie nenne, also praktisch ausgewachsene mit gefestigtem Charakter, wo man weiß, worauf man sich einlässt ;P Kleiner Nebeneffekt dabei ist, dass meine in der Regel 6-15jährigen Neuankömmlinge auch schon kastriert sind, daher ist es nicht verwunderlich, dass meine letzte miterlebte Katzenkastration bereits über 11,5 Jahre her ist. Daher war ich natürlich ziemlich nervös, ob bei Mary alles gut gehen wird. Aber keine Sorge, sie hat die Naht einfach in Ruhe gelassen und war genauso verschmust, verspielt und aufgedreht wie immer. Und seit einigen Tagen sind die Nähte nun auch wieder draußen und so kann ich mich jetzt über meine “fertige” Katze Maid Marian freun ;) Einzig, dass sie nun zu einer richtigen Papa-katze geworden ist, für die Stefan der Dreh- und Angelpunkt zu sein scheint, zipft mich ein bissl an ;)

 

Mary wird heute kastiert

Maid Marian ist ja nun schon fast 18 Monate alt und damit für eine Kastration eigentlich schon längst geeignet. Da sie aber mit ihrer Entwicklung so lange hinterher war, auch jetzt wiegt sie immer noch viiiiiiel zu wenig und ist immer noch winzig klein ;)  und sie bisher keinerlei Anstalten einer Rolligkeit oder Ähnlichem gezeigt hat, hatten wirs nicht eilig, sie kastieren zu lassen. Doch noch länger warten wollen wir nicht, sie ist in einer supertollen körperlichen Verfassung und terminlich passt auch alles gut, also wird sie heute abend kastiert ;) Ich hoffe, es verläuft alles problemlos ;) Dann kann sie schon bald wieder auf dem Lemminggehege sitzen und Emmylou & Roy beobachten ;)

Madame Mim

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Heut möchte ich euch mal meinen aktuellen Pfleglingsschatz vorstellen: Madame Mim wohnt seit über 1 Monat bei mir, wurde zunächst gegen ihre vielen Verletzungen behandelt und auf Diät gesetzt und schließlich vor 2 Wochen operiert.

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Die Kleine hat also schon einiges durchmachen müssen, doch nun ist sie eine quietschfidele kleine Laus, die gern auf mir herumkrabbelt und auch gern im Auslauf ist. Sie kommt sofort auf die Hand, wenn ich sie hinhalte und mitlerweile bettelt sie auch schon Männchen machend an der Glastüre ;) Weitere Infos und Fotos kann man in ihrem Forumsthread sehen ;)

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Warum ich euch das alles erzähle? Weil sie trotz ihres niedlichen Blickes und ihrer Zutraulichkeit immer noch kein eigenes Platzerl hat… Trotz ihrer Knopfäuglein hat sie noch kein Herz bezirzen können… Trotz ihres putzigen Wesens ist sie nach wie vor ein Pflegling auf der Suche… Also wenn sie euch bezaubert hat und ihr ein Plätzchen für sie finden könnt oder jemanden kennt, der sie aufnehmen will, meldet euch bitte ;)

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Sir Peter und sein blöder GSP-Komplex

Schon als wir Sir Peter 2006 aus dem Wr. Tierschutzhaus übernomen hatten wussten wir, dass er unter dem Gingivitis-Stomatitis-Pharyngitis Komplex leidet. Die letzten Jahre hat sich die Krankheit immer wieder durch unser Leben gezogen, gerade 2009 war extrem davon geprägt. Seit September 2010 aber hatten wir eigentlich wieder Ruhe, aber seit 2 Wochen hatte er wieder Angst vor dem Futter und es hat ihn auch wieder gelegentlich gereckt. Also wieder zum TA  efahren und dort wurde uns die Hiobsbotschaft präsentiert: Sir Peter hat im hinteren Bereich des Mundes, dort wo die Kiefer zusammenkomen eine massive Schwellung und Rötung inklusive Eiter. Da die letzten Wochen Behandlung nur kaum angeschlagen haben, wird er nun am Donnerstag in Narkose gelegt und dabei ein Stück zur Analyse entfernt. Nach der iopsie sollten wir dann wissen, um was es sich genau handelt. Sollte es ein Tumor sein, wird man Sir Peter nicht mehr helfen können… aber an das will ich gar nicht denken, denn ein Leben ohne Sir Peter ist einfach unvorstellbar, denn längst hat er den Status eines Haustiere oder gar Familienmitgliedes überschritten: Er ist zu einem Teil meiner Seele geworden, ich brauch ihn…

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Aurora zum ersten Mal beim TA

Sie ist nun schon 2Jahre und 8,5 Monate alt, also fast 2 3/4tel und war bisher immer so vor Gesundheit strotzend, dass noch nie der Bedarf war, sie zum TA zu bringen. Doch neulich ist mir an ihrer rechten Backe eine leichte Schwellung aufgefallen:
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Kombiniert mit ihrem sehr sellektiven Fressverhalten hab ich mir Sorgen um ihre Zähne gemacht und so musste die uuuuuur alte Lady nun doch noch zum ersten Mal in ihrem Leben zum TA. Mit dicken Lederhandschuhen und Wattestäbchen bewaffnet haben wir uns also aufgemacht in der Erwartung, dass es viele blutige Hände geben wird, aber nix da, Aurora war ganz brav, hat sich super halten und untersuchen lassen. Der TA hat ihr sogar mit so einem Gerät in den Mund leuchten und schauen dürfen und somit alle Zähne untersuchen können. Sogar die Backentasche konnten wir (nach dem Leeren ;) ) untersuchen. Das Ergebnis war mehr oder weniger ein falscher Alarm. Sie dürfte (vielleicht wegen des Alters) ein wenig Probleme haben, die Backe zu leeren und im rechten Mundwinkel gab es ein wenig Drüsensekret. Aber an sich gibt es keine Bedenken und nur bei Bedarf sollen wir ihr die Backentasche etwas mit Käsepappeltee befeuchten, wenn sie diese wieder nicht leeren kann.

Ansonsten war der TA ganz erstaunt, dass sie trotz ihres Alters noch so gut aussieht ;) Und der kleine Tumor (ca. erbsengroß unterm rechten Vorderbeinchen), von dem wir eh schon seit Wochen/ Monaten wissen ist allem Anschein auch “harmlos”, bzw. vergrößert er sich nicht und ist ganz hart und abgekapselt. Da er sie nicht stört wollen wir ihr eine OP in ihrem Alter nicht mehr zumuten. Denn auch wenn sie für ihr Alter supergut aussieht und wir schon gute Erfahrungen mit solchen Tumorentfernungen gemacht haben, ist sie halt doch schon 2  3/4tel Jahre alt und der Tumor irritiert/ stört sie nicht. Sollte er doch noch wachsen, müssen wir weiterschaun…

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Die Kastration der 8 Lemminge

NFHÖ003Der Grund, warum ich so wenig in letzter Zeit online war, hatte mit der NFHÖ und dem großen Lemmingfall zu tun, den wir übernommen haben. 25 Lemminge und seit ihrer Ankunft bei uns bereits 2 weitere Würfe, diese Tage werden entscheiden, ob es noch zu weiteren Würfen kommt, denn dann ist endlich die lange Zeit des Wartens von der Schwangerschaftsquarantäne vorbei. Auf jeden Fall eine richtige Lemmingflut, die versucht wurde so passend wie möglich zusammenzustellen. Leider haben sich 3 Männerpaare dann nach einiger Zeit nicht mehr verstanden, zusätzlich kamen noch 2 Burschen die von Anfang an für Kastration und späterer Mädchengesellschaft gedacht waren. Da Raufereien zwischen Lemmingen schon mal recht schnell tödlich enden können, konnten wir sie nicht zusammenlassen, neue Vergesellschaftungen wurden zum Teil durchgeführt, waren aber auch zum Scheitern verurteilt: Diese 8 Jungs wollten keine anderen Jungs tollerieren. Und da wir nur harmonische Paare an neue Halter abgeben wollten, konnten wir das Risiko nicht eingehen, instabile Gruppen abzugeben, die sich dann vielleicht nach nur wenigen Wochen bei ihren neuen Besitzern schon verbeißen…

Also mussten wir am Mittwoch 8 Lemminge aus den unterschiedlichen Pflegestellen zusammenholen um sie am Donnerstag zu der vereinbarten Klinik zu bringen, wo sie dann alle kastriert wurden. Die nächsten Stunden waren ziemlich nervenaufreibend, die lange Wartezeit und dann kam der befürchtete Anruf: Zwar hatten alle die OP an sich gut überstanden, aber Luca, einer der Lemmingburschen ist danach verstorben. Also konnten wir am Nachmittag nur mehr 7 Burschen abholen… Obwohl die Trauer um Luca sehr groß war, mussten wir uns jetzt ganz besonders behutsam um die anderen 7 kümmern. Und schon einige Stunden später der nächste Schock: Roy, dem Ältesten der Truppe ging es gar nicht gut. Also schnell in die näheste Klinik gefahren, die dann in Zusammenarbeit mit der Klinik, wo die Kastrationen gemacht wurden, Roy entsprechend behandelten. Nachdem er einige Zeit in einer Sauerstoff-Wärmebox war konnte er geröngt und dann entsprechend behandelt werden. Leider hat er in der Zeit das Essen komplett eingestellt, also mussten wir ihn zwangsfüttern (übrigens bei einem sooo winzigen Tierchen echt nicht einfach ;) ). In der Nacht dann das nächste Problem: 5 der Lemmingburschen hörten nicht auf, sich an den verloren gegangenen Hoden zu lecken, also musste ich sie die ganze Nacht nur davon abhalten… Und als ich nun endlich hoffte, dass alles überstanden war, zumal es Roy schon sehr gut ging, kam am frühen Vormittag der nächste Schock: Ich fand bei einer meiner Kontrollen, die ich seit der Abholung alle 15 Minuten machte, Gonzales in einem äußerst schlechten Zustand auf. Also wieder schnell in die Klinik gedüst, die nur 10 Minuten entfernt ist, doch dieses Mal konnten sie nichts mehr machen… also entschlossen wir uns, Gonzales die Schmerzen zu ersparen und ihn in den Himmel gehen zu lassen. 

Die nächsten Tage waren dann zwar ohne Zwischenfall, aber ich saß natürlich wie auf Nadeln… ständig Futter, Kloecken, Urin und Kot kontrollieren und immer wieder die Lemmis umdrehen, um die Wundstellen zu kontrollieren. Soweit es im Moment aussieht, und es ist ja nun schon 4 Tage her, scheinen die 6 Lemmingburschen über den Berg zu sein. Und nach den entsprechenden Wartezeiten dürfen sie ihre Mädels kennenlernen, mit denen sie dann die stabilsten Lemminggruppierungen bilden und auf neue Besitzer hoffen können.

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Larry im Quarantäneheim

Wer also ein Lemmingpaar aufnehmen möchte: Die Notfellchen Helpline Österreich hat nun nicht nur Mädels- und Burschenpaare, sondern auch Gruppen mit Kastrat & Weibchen in der Vermittlung.

Zudem sind wir immer noch auf der Suche nach Pflegestellen, die uns vorübergehend oder dauerhaft helfen wollen, Kleinnagern ein Heim auf Zeit zu geben, um sie bis zu ihrem Auszug zu ihren neuen Besitzern liebevoll zu umsorgen und pflegen.

Und nicht zuletzt haben die 8 Kastrationen und auch die tragischen Zwischenfälle danach ein tiefes Loch in unser Vereinskonto gerissen, weswegen wir neben Mitgliedern und Paten (Emmylous Wurfpatenschaft) auch Spender für die Lemmingflut suchen.

Söckchen statt OP für Mary

Als wir Maid Marian übernommen haben, wussten wir natürlich über ihr kleines Krüppelfüßchen Bescheid. Wegen erschwerten Startbedingungen ins Leben haben wir uns mit dem Verein besprochen, ihr das Bein nach Empfehlung des Arztes Anfang März amputieren zu lassen, da der damalige Gesundheitszustand dies empfohlen hat.
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Am 3.3. hatten wir also die Voruntersuchung für die Amputation und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus… Zum einen hatte die Kleine eine wesentlich heftigere Verletzung, als vorher gedacht (inklusive zertrümmertem Becken und gebrochenen Oberschenkel), dann hat der Oberarzt sich zwar gegen eine Amputation ausgesprochen, stellte uns aber eine Fußballentransplantation vor und nicht zuletzt hat mich eines umgehaun: Das, was alles bei Mary kaputt ist, muss dem Heilunsstand nach gleich nach ihrer Geburt passiert sein und das faszinierenste daran: ihr Körper hat sich einfach selber angepasst ;) Ihre Nerven sind neue Wege gegangen, ihre Blutversorgung hat sich einfach ein wenig verschoben usw. ;) Zwar können all diese Dinge jetzt im Nachhinein nicht mehr korrigiert werden, sind es aber auch nicht mehr notwendig ;) O-Ton des Klinikleiters: “Erstaunlich, was die Natur für Wunder vollbringen kann“. Der weitere Verlauf ist überraschend simpel: Je nachdem, was sie zulässt, wurde uns empfohlen ihren Ballen zu schützen und siehe da, das Söckchen, das anscheinend die meisten Tiere nicht tragen wollen, wird von Mary ohne Zögern akzeptiert, sie bewegt sich wie eh und je durch die Gegend, fetzt hin und her, springt herum und klettert wie ein kleiner Affe ;) Jetzt hat Maid Marian also statt einem OP-Termin ein Söckchen ;)

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Nutzt die Zeit!

… denn sie verrinnt viel zu schnell… Es kommt mir so vor als hätten wir gerade erst Philippe als Baby aus einem tief verschneiten Dorf abgeholt. Seine beiden  Umzüge in jeweils größere Gehege sind doch auch erst vor Kurzem passiert, oder? Und es ist doch wirklich grad nur einen Wimpernschlag her, dass er seine Tumorentfernung überstanden hat, oder irre ich mich? Leute – die Zeit vergeht so schnell… hebt das besondere Lecherchen nicht für den nächsten Tiergeburtstag auf, wartet mit dem neuen Spielzeug nicht bis Ostern, vergesst den Gedanken “Ach, heute braucht er nicht schon wieder eine neue Ähre, die kann ich ihm auch morgen geben”…
Philippe hat in den letzten Wochen radikal abgebaut. Er bewegt sich nur noch langsam tapselnd, sein Buckel ist mitlerweile so heftig, dass sein Schwänzchen nicht mehr nach hinten, sondern unter seinem Popsch in Richtung Bauch schaut… Zudem zeigt sich deutlich über dem rechten Hinterbeinchen eine neue Beule, so wie es sich anfühlt tipp ich auch einen neuen Tumor, aber eine OP übersteht er mit Sicherheit nicht mehr…
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Er hat Probleme damit, Nüsse und gröbere Körner zu futtern, nur weiche Körnchen frisst er noch mit Leidenschaft, weswegen er auch sein Futter gemahlen in Gemüsebrei bekommt, was für ein Nagetier mit immer nachwachsenden Nagezähnchen natürlich auch keine Lösung auf Dauer ist… Umso mehr hab ich mich darüber gefreut, dass er heut abend zum ersten Mal seit seinem Umzug im August endlich mal wieder in den Auslauf wollte… wer weiß wie oft er das noch will…
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Aber solang er mich noch erfreut begrüßt, wenn ich im seine heißgeliebte Gurke bring und er sich über den Darikolben hermacht, als gäbs nichts Leckereres, werd ich ihn einfach weiterhin gut beobachten und mich seiner niedlichen Art erfreun <3
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