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Marys Story

Oh Mann, vieles durchgemacht und vieles gelernt. Nachdem es ihr heute schon wesentlich besser ging, waren wir mit ihr am Nachmittag wieder beim Haustierarzt. Dort bekam sie wieder Infusion und wieder einen Einlauf. Das Röntgen offenbarte dann das eigentliche Dilemma: Aufgrund der Misshandlungen kurz nach ihrer Geburt wurde ihr Oberschenkel so ins Becken gedrückt, dass das halbe Becken gebrochen und hochgeschoben wurde. Der dort nun fehlende Platz bedeutete für den Darm einen “Umweg”, was aber leider ein richtiger Knick ist . Normaler Kot kann dort mit ein wenig Drücken und Arbeit drübergeschoben werden aber verfestigter Kot, also halt bei einer Verstopfung bleibt genau in diesem Knick hängen.

Abgesehen von der akuten Behandlung gerade, wird Mary daher auf Zukunft regelmäßig ein Mittel bekommen, das ihren Kot weich hällt und sie vor weiteren Verstopfungen bewahren soll. Denn mal abgesehen von den über 300€, die ich in den letzten 24 Stunden für sie ausgegeben hat, leidet sie dabei natürlich massig Schmerzen und die immer wiederkehrenden Prodezuren sind sicherlich auch nicht angenehm für sie. Ich mein , alleine am Montag hat sie 7 Einläufe bekommen!

Jetzt geht es ihr schon wesentlich besser, zwar ist noch nciht alles draußen, was draußen sein sollte, aber sie hat schon Spaß am Spiel, bettelt um Futter und knuddelt sich auch schon liebevoll zu uns ;) Und jetzt gerade knotzt sie am Bett, gleich hinter ihr liegt Lady Izabell und mit ein wenig Abstand Princess auf der rechten Seite zwischen unseren Kopfkissen ;)

Marys Verdauungsprobleme…

So, nachdem ein wenig Ruhe eingekehrt ist, kann ich die letzten Tage mal nachreichen:

  • Samstag wollte Mary kaum essen.
  • Sonntag war sie unlustig, ist hauptsächlich unterm Kratzbaum gelegen und wollte wieder nichts essen
  • zudem haben wir beobachtet, dass sie den ganzen Sonntag keinen Kot abgesetzt hat
  • Ihr Bauch wurde immer dicker und härter
  • Montag gleich zum Tierarzt gefahren
  • Verdacht auf Verstopfung bestätigt, allerding hat das Ausmaß uns alle inkl. TA doch ziemlich geschockt
  • Gefühlt werden konnten mind. 3 extrem harte und große Brocken, die “so hart wie Stein” waren
  • Sie bekam innerhalb von 45 Minuten mehrere Einläufe, Infusionen und Medikamente, die die Darmtätigkeit anregen sollten
  • Dann endlich hat sie zum ersten Mal Kot abgesetzt, allerdings nur einen winzigen Teil
  • Da sie sich zierte, beim TA weiter zu machen, gingen wir nach Hause, in der Hoffnung, dass dort der Rest raus kommen würde
  • Leider kam nichts mehr
  • Kurz vor Mitternacht begann sie im Sekundentakt den Anus zuzukrampfen und jeweils mit dem ganzen Körper zu zittern/ krampfen
  • Wir sind also in die Notklinik gezischt, wo sie wieder Einläufe bekam
  • Nach einer 3/4tel Stunde endlich wieder eine kleine Portion abgesetzt
  • Um halb 2 Nachts wieder daheim
  • in der Nacht hat sie noch einmal abgesetzt
  • und jetzt? Jetzt gehts wieder zum TA, denn ein harter Brocken dürft noch drin sein…

Der Grund dahinter ist eine eingeschränkte Darmperistaltik im Bereich der Hüfte aufgrund ihrer Behinderung, esp. die Tatsache, dass die Nervenbahnen im Bereich der Hüfte zerstört sind. Das war mal die Kurzversion, jetzt müssma wieder zum TA gehn ;)